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Audemars Piguet baut die Royal Oak zu Schmuck um
Am 2. Oktober hat Audemars Piguet seine erste Schmuckkollektion gezeigt: 19 Stücke, die das Armband der Royal Oak in Titan, Gold und Edelsteine übersetzen.
Von der VaultBase-Redaktion ·

Bild: Audemars Piguet
Wer an Audemars Piguet denkt, denkt an die Royal Oak. Gérald Genta zeichnete die Uhr 1972: ein Stahlgehäuse mit achteckiger Lünette und sichtbaren sechseckigen Schrauben, dazu ein Armband, das nahtlos ins Gehäuse übergeht. 1976 folgte eine Version für Frauen, überarbeitet von Jacqueline Dimier. Jetzt, gut ein halbes Jahrhundert später, passiert etwas Neues: Die Manufaktur aus dem Vallée de Joux lässt das Zifferblatt weg und behält das Armband.
Royal Oak Joaillerie heisst die Kollektion. Sie umfasst 19 Stücke, vorgestellt wurde sie am 2. Oktober 2026, und sie gilt als die erste eigene Schmuckkollektion des Hauses. Zwar hat Audemars Piguet früher schon mit Schmuckhäusern wie Oscar Heyman, Bulgari und Tiffany & Co. zusammengearbeitet, etwa bei Uhren als Anhänger, Brosche oder Ring. Hier gibt es aber keine Uhr mehr, nur Ohrringe, Manschetten, Choker und Colliers.
Ilaria Resta, die CEO von Audemars Piguet, nennt die Kollektion «ein Tor zur Vergangenheit und zur Zukunft», in dem sich der freie Geist des Hauses zeige.
Das Armband als Baustein
Die Designcodes der Uhr wandern direkt in den Schmuck: das sich verjüngende Gliederband, die Nieten, die achteckigen Formen. Man erkennt das Armband sofort wieder, auch wenn es plötzlich als Choker um den Hals liegt. Mitentworfen hat die Linie Nathalie Barzilay, für das sogenannte Frosted Gold arbeitete das Haus mit der Designerin Carolina Bucci zusammen. Laut JCK setzt Audemars Piguet dabei auf Einzelstücke statt auf Stückzahlen.
Dream of Joux: das Tal in Edelsteinen
Seit der Gründung 1875 sitzt Audemars Piguet im Vallée de Joux, und die Landschaft dort prägt die erste Linie: zugefrorene Seen, Nachthimmel, Blumen. Dream of Joux heisst sie, und ihr auffälligstes Stück ist ein Collier in Krawattenform. Das Band besteht aus blau anodisiertem Titan und ist mit 1670 Saphiren in Schneefassung besetzt. Daneben läuft eine Reihe aus 42 birnenförmigen Diamanten, zusammen 63 Karat.
Dazu gibt es passende Ohrhänger, auf deren Rückseite der Name Royal Oak steht, und Manschetten in 18 Karat Weiss-, Gelb- und Roségold mit Blumenmotiven. Einzelne Ausführungen tragen eigene Namen: Frozen Lake in eisigen Blautönen, Tree of Life, Edelweiss.

Farben für Mutige
Die Palette ist gross: Diamanten und Saphire in Blau, Gelb, Pink und Orange, dazu Spessartine, Turmaline, Amethyste, Tsavorite und Topase. Am besten sieht man das an der Sunburst-Manschette, bei der gelbe und orange Spessartine, Saphire und Diamanten wie Sonnenstrahlen um einen Stein im Zentrum angeordnet sind.



Risoud Eclipse: der Wald bei Sonnenfinsternis
Die zweite Linie ist deutlich dunkler. Der Risoud ist der Wald oberhalb des Tals, und die Linie erinnert an einen Abend unter einer Sonnenfinsternis und ans Sternegucken. Collier und passende Manschette bestehen aus geschwärztem PVD-Titan und 18 Karat Weissgold. Im Zentrum sitzen fünf Smaragde im Zuckerhutschliff, umgeben von Diamanten im Brillantschliff.

Frosted Gold für jeden Tag
Nicht alles ist Hochschmuck mit 63 Karat. Choker, Manschetten und Colliers in Frosted Gold bilden den Alltagsteil der Kollektion, in Weiss-, Rosé- und Gelbgold. Die Oberfläche entsteht durch Hämmern und wirkt, als läge Diamantstaub auf dem Metall. Audemars Piguet hat die Technik 2016 gemeinsam mit Carolina Bucci entwickelt.

Und was kostet das?
Preise nennt keiner der Berichte, auf die wir uns stützen. Die Kollektion ist brandneu, gebrauchte Stücke gibt es naturgemäss noch nicht. Wir beobachten, was daraus wird.
Quellen: JCK, Culted, Something About Rocks

