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Pandora eröffnet die grösste Schmuckfabrik der Welt in Vietnam

Anfang Oktober hat Pandora in Ho-Chi-Minh-Stadt eine Fabrik für 150 Millionen Dollar eröffnet: bis zu 60 Millionen Schmuckstücke pro Jahr und 7000 Arbeitsplätze.

Von der VaultBase-Redaktion ·

Die neue Pandora-Fabrik in Ho-Chi-Minh-Stadt: ein weisses Gebäude mit dem Pandora-Schriftzug und einem pinkfarbenen Torbogen am Eingang

Bild: Pandora

Pandora hat bisher alles in Thailand gefertigt, in drei Fabriken. Das ändert sich jetzt: Am 1. Oktober hat Pandora in Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam seine erste Produktionsstätte ausserhalb Thailands eröffnet. Laut dem Unternehmen ist es die grösste Schmuckfabrik der Welt.

Gekostet hat die Fabrik 150 Millionen Dollar, sie steht auf 7,5 Hektar Land, gegenüber einer Lego-Fabrik. Bis zu 60 Millionen Schmuckstücke pro Jahr sollen hier entstehen, das erhöht die weltweite Produktionskapazität von Pandora um rund 50 Prozent. Läuft alles auf Volllast, arbeiten dort 7000 Menschen. Den Berichten zufolge sind es überwiegend Vietnamesinnen und Vietnamesen zwischen 20 und 30 Jahren.

Mehrere Personen halten auf einer Bühne vor einer Pandora-Kulisse ein langes pinkfarbenes Band
Das Durchschneiden des Bandes bei der Eröffnung am 1. Oktober. Bild: Pandora

Warum Vietnam?

Gemessen an den verkauften Stücken ist Pandora die grösste Schmuckmarke der Welt: 2025 waren es 112 Millionen. Der grösste Markt sind die USA. Alles in einem Land zu fertigen, ist ein Risiko, und mit Vietnam verteilt Pandora die Produktion jetzt auf zwei Länder. Zu Beginn macht Vietnam rund 15 Prozent der weltweiten Kapazität aus, bis 2030 soll es ein Drittel sein. CEO Berta de Pablos-Barbier, seit Anfang 2026 im Amt, sagt: «Wir bauen diese Fabrik für das nächste Jahrzehnt, nicht für das nächste Quartal.»

Platin und Labordiamanten

In der Fabrik soll auch Schmuck mit Platinbeschichtung entstehen. Pandora will damit weniger vom Silbermarkt abhängig sein und das Materialangebot erweitern. «Diese Investition gibt uns die Kapazität, die Flexibilität und die Innovation, um unser künftiges Wachstum zu stützen», sagt de Pablos-Barbier.

Im Gespräch mit CNBC, über das aktien.news berichtet, ging es ausserdem um Diamanten aus dem Labor. Sie verursachen rund 90 Prozent weniger CO2 als Diamanten aus dem Bergbau, und gerade jüngere Kundschaft achte darauf.

Ein grünes Gebäude

Das Gebäude hat das Zertifikat LEED Gold. Die Fabrik läuft ausschliesslich mit erneuerbarem Strom, Silber und Gold sind zu 100 Prozent recycelt, und Pandora prüft Solaranlagen auf dem Gelände oder eine Beteiligung an einem Solarpark. Das Handwerk lernen die Mitarbeitenden an der Pandora Crafting Academy, die auch den Austausch mit den Teams in Thailand fördert.

Asien als Wachstumsmarkt

Asien nennt de Pablos-Barbier eine «sehr positive Region»: Im zweiten Quartal wuchs das Geschäft dort um 10 Prozent. In Japan hat sich der Umsatz in drei Jahren fast verdoppelt, die Wachstumsraten liegen weiter im hohen zweistelligen Bereich. China ist drei Jahre lang geschrumpft, soll dieses Jahr aber wieder wachsen.

Und der Gebrauchtmarkt?

Die Stücke aus Vietnam brauchen noch eine Weile, bis sie auf dem Gebrauchtmarkt ankommen. Bei 112 Millionen verkauften Stücken allein im Jahr 2025 ist aber klar, dass Pandora dort ein grosses Thema bleibt.

Quellen: VIR, FashionNetwork, aktien.news, MarketScreener

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