VaultBase ist der grösste Schweizer Online-Schmuckmarkt — alle Angebote & Dienstleistungen sind aus der Schweiz oder werden hier durchgeführt.Schweiz

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Plattformbedingungen der VaultBase AG — Stand: Juni 2026

1. Einleitung, Geltungsbereich und Vertragsstruktur

1.1 Betreiberin und Zweck der Plattform

Die VaultBase AG, Schweiz, betreibt unter der Bezeichnung VaultBase einen Online-Marktplatz für hochwertigen Second-Hand-Schmuck, Schmuckstücke, Edelmetallobjekte, Edelsteinobjekte und damit verbundene Zusatzdienstleistungen.

VaultBase stellt registrierten Nutzerinnen und Nutzern technische Plattformfunktionen zur Verfügung, insbesondere zur Erstellung von Inseraten, zur Anbahnung und zum Abschluss von Kaufverträgen zwischen Nutzern, zur koordinierten Zahlungsabwicklung über Stripe, zur Versandkoordination, zur Käuferprüfung und zur Buchung freiwilliger Zusatzdienstleistungen.

1.2 Kein klassisches Treuhand- oder Escrow-Angebot

VaultBase bietet kein klassisches Treuhandkonto, keinen bankrechtlichen Einlagedienst und keine unabhängige Escrow-Dienstleistung an.

Die Zahlungssicherung erfolgt über einen von VaultBase implementierten Zahlungs- und Auszahlungsmechanismus unter Verwendung von Stripe Connect oder vergleichbaren Zahlungsdienstleistungen. Dabei können Zahlungen, Rückerstattungen, Auszahlungen, Gebührenabzüge, Rückbelastungen, Reserven und negative Salden nach den Regeln von Stripe, den anwendbaren Zahlungsnetzwerken und diesen AGB verarbeitet werden.

Soweit in diesen AGB von „Zahlungssicherung", „zurückgehaltener Auszahlung", „blockiertem Betrag" oder „einbehaltenen Geldern" gesprochen wird, bedeutet dies keine treuhänderische Verwahrung durch VaultBase im klassischen Sinn, sondern eine technische und vertragliche Steuerung der Zahlungs- und Auszahlungsprozesse über Stripe oder einen vergleichbaren Zahlungsdienstleister.

1.3 Vertragsverhältnisse

Mit der Nutzung der Plattform können insbesondere folgende rechtlich getrennte Vertragsverhältnisse entstehen:

  • Plattformvertrag zwischen VaultBase und dem jeweiligen registrierten Nutzer;
  • Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Käufer über das jeweilige Schmuckstück;
  • Servicevertrag zwischen VaultBase und dem Nutzer, der eine freiwillige Zusatzdienstleistung von VaultBase bucht;
  • Zahlungsdienstleistungsverhältnis zwischen dem Nutzer und Stripe beziehungsweise einer anderen von VaultBase eingesetzten Zahlungsstelle;
  • Stripe-Connect-Verhältnis zwischen Stripe, VaultBase als Plattform und dem jeweiligen Verkäufer oder sonstigen Zahlungsempfänger, soweit Stripe Connect verwendet wird.

VaultBase wird nur dann selbst Verkäuferin, Käuferin oder Eigentümerin eines Schmuckstücks, wenn dies im konkreten Einzelfall ausdrücklich und schriftlich so bezeichnet wird.

1.4 Verhältnis zu Stripe

VaultBase setzt für Zahlungsabwicklung, Rückerstattungen, Auszahlungen, Zahlungsüberwachung, Betrugsprävention, Gebührenabzug, Rückbelastungen und verbundene Zahlungsvorgänge insbesondere Stripe ein.

Nutzer, insbesondere Verkäufer, können verpflichtet sein, ein Stripe-Konto oder Stripe-Connected-Account zu eröffnen, zu unterhalten oder mit VaultBase zu verbinden. Die Nutzung von Stripe richtet sich zusätzlich nach den jeweils anwendbaren Stripe-Bedingungen, insbesondere dem Stripe Services Agreement, dem Stripe Connected Account Agreement und weiteren Stripe-Richtlinien.

Stripe ist nicht Betreiberin der VaultBase-Plattform und nicht Partei des Kaufvertrags zwischen Käufer und Verkäufer. Stripe ist auch nicht verantwortlich für Inserate, Schmuckstücke, Zustand, Echtheit, Versand, Gewährleistung, Käuferschutzentscheidungen, Zusatzdienstleistungen oder sonstige Plattformleistungen von VaultBase.

1.5 Geltung dieser AGB

Diese Allgemeinen Plattformbedingungen regeln die Rechte und Pflichten zwischen VaultBase und den registrierten Nutzern der Plattform.

Ergänzend gelten, soweit anwendbar:

  • das jeweils aktuelle Gebührenreglement von VaultBase;
  • die jeweils aktuelle Datenschutzerklärung von VaultBase;
  • besondere Servicebedingungen für einzelne Zusatzdienstleistungen;
  • besondere Versand-, Prüf-, Sicherheits-, Compliance- oder Betrugspräventionsrichtlinien von VaultBase;
  • die jeweils anwendbaren Bedingungen von Stripe oder anderen Zahlungsdienstleistern.

Im Fall von Widersprüchen gehen individuell vereinbarte schriftliche Abreden diesen AGB vor. Besondere Servicebedingungen gehen diesen allgemeinen AGB vor, soweit sie denselben Sachverhalt spezifischer regeln. Zahlungsdienstleisterbedingungen gelten zusätzlich für die Zahlungsdienstleistung; sie ändern jedoch nicht die kaufvertraglichen Pflichten zwischen Käufer und Verkäufer oder die Plattformpflichten nach diesen AGB.

1.6 Annahme der AGB

Der Nutzer akzeptiert diese AGB bei der Registrierung sowie vor der erstmaligen Nutzung handelsrelevanter Funktionen.

VaultBase kann zusätzlich verlangen, dass Nutzer diese AGB oder bestimmte Risikohinweise vor einzelnen Transaktionen, Servicebuchungen, Zahlungsfreigaben, Stripe-Onboardings oder sicherheitsrelevanten Funktionen erneut aktiv bestätigen.

1.7 Änderung der AGB

VaultBase kann diese AGB ändern, soweit dies aus sachlichen Gründen erforderlich ist, insbesondere aufgrund gesetzlicher Änderungen, regulatorischer Anforderungen, technischer Weiterentwicklungen, Änderungen von Stripe-Bedingungen, Zahlungsnetzwerkregeln, Sicherheitsanforderungen oder Änderungen des Geschäftsmodells.

Wesentliche Änderungen werden den Nutzern rechtzeitig in Textform mitgeteilt. Änderungen, welche die Nutzer nicht bloss geringfügig belasten, gelten nur für künftige Transaktionen und bedürfen vor der nächsten handelsrelevanten Nutzung der Plattform einer aktiven Zustimmung.

Für bereits abgeschlossene Kaufverträge, laufende Transaktionen und bereits gebuchte Services gilt grundsätzlich die bei Vertragsschluss oder Servicebuchung akzeptierte Fassung, sofern zwingendes Recht, Stripe-Regeln, Zahlungsnetzwerkregeln, behördliche Anordnungen oder Sicherheitsgründe keine abweichende Behandlung verlangen.

Lehnt ein Nutzer geänderte AGB ab, kann VaultBase die weitere Nutzung handelsrelevanter Funktionen verweigern und das Nutzerkonto nach Abwicklung offener Transaktionen ordentlich beenden.

2. Registrierung, Mitgliedschaft und Zugangsbeschränkungen

2.1 Zulassungsvoraussetzungen

Die Registrierung und Nutzung handelsrelevanter Funktionen ist ausschliesslich zulässig für:

  • natürliche Personen, die volljährig und unbeschränkt handlungsfähig sind;
  • juristische Personen, die wirksam gegründet wurden und handlungsfähig sind;
  • Nutzer, die alle von VaultBase, Stripe oder sonstigen Zahlungs- und Compliance-Partnern verlangten Identitäts-, Wohnsitz-, Sitz-, Sicherheits-, Zahlungs- und Compliance-Prüfungen erfolgreich durchlaufen haben.

Minderjährige und nicht handlungsfähige Personen sind vom Handel auf der Plattform ausgeschlossen.

2.2–2.5 Schweiz-Prinzip, Verifizierung und Zugangsbeschränkungen

Der vollständige Text dieser Unterabschnitte (geografische Handelsbeschränkung auf die Schweiz, Verifizierungspflichten und die genauen Ablehnungsgründe) wurde nicht vollständig übermittelt — dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald der vollständige AGB-Text vorliegt. Bitte nicht anhand der älteren, einfacheren AGB-Fassung ausfüllen, da diese in einem zentralen Punkt (Treuhand-Modell) bereits überholt und widersprüchlich ist.

[Fortsetzung des Originaltexts, direkt anschliessend an die obige Lücke:] …e Rechtsverstösse bestehen;

  • gesetzliche, regulatorische, behördliche oder zahlungsnetzwerkbezogene Gründe entgegenstehen;
  • Sicherheits-, Reputations- oder Missbrauchsrisiken bestehen;
  • der Nutzer gegen diese AGB, Stripe-Bedingungen oder sonstige Plattformregeln verstösst.

Ein Anspruch auf Registrierung, Freischaltung, Inserierung, Transaktionsabwicklung, Rückerstattung oder Auszahlung besteht nicht, soweit VaultBase, Stripe oder ein anderer Zahlungsdienstleister aus sachlichen Sicherheits-, Compliance-, Zahlungs- oder Rechtsgründen anders entscheidet.

2.6 Benutzerkonto

Das Benutzerkonto ist persönlich und nicht übertragbar.

Der Nutzer ist verpflichtet:

  • Zugangsdaten geheim zu halten;
  • starke Passwörter zu verwenden;
  • unbefugte Nutzung unverzüglich VaultBase zu melden;
  • Angaben im Profil stets aktuell zu halten;
  • keine fremden Identitäten, Strohpersonen, Scheinfirmen oder Treuhandkonstruktionen zur Umgehung dieser AGB zu verwenden.

Handlungen über ein Benutzerkonto gelten als vom Kontoinhaber veranlasst, soweit dieser nicht nachweist, dass die Handlung ohne sein Verschulden durch einen unbefugten Dritten erfolgte.

3. Rolle von VaultBase

3.1 Plattformbetreiberin und Intermediärin

VaultBase stellt grundsätzlich die technische Infrastruktur zur Verfügung, über welche Verkäufer und Käufer Kaufverträge anbahnen und abschliessen können.

Kaufverträge über Schmuckstücke kommen ausschliesslich zwischen Verkäufer und Käufer zustande, sofern VaultBase nicht im konkreten Einzelfall ausdrücklich als Verkäuferin oder Käuferin bezeichnet wird.

VaultBase ist nicht Partei des Kaufvertrags zwischen Verkäufer und Käufer und übernimmt keine Erfüllungspflicht aus diesem Kaufvertrag.

3.2 Zahlungssteuerung als Plattformfunktion

VaultBase kann über Stripe Connect bestimmte zahlungsbezogene Aktivitäten im Zusammenhang mit Transaktionen veranlassen oder steuern, insbesondere:

  • Erstellung von Zahlungen;
  • Erfassung oder Bestätigung von Zahlungen;
  • Zuweisung von Beträgen;
  • Abzug von Plattformgebühren;
  • Abzug von Stripe-Gebühren, soweit technisch vorgesehen;
  • Einleitung von Rückerstattungen;
  • Zurückhaltung oder Verzögerung von Auszahlungen;
  • Freigabe von Auszahlungen;
  • Verwaltung von Rückbelastungen;
  • Verwaltung negativer Salden;
  • Bereitstellung zahlungsbezogener Informationen.

Diese zahlungsbezogene Steuerung macht VaultBase nicht zur Verkäuferin, Eigentümerin, Garantin, Bank, Treuhänderin oder Escrow-Agentin.

3.3 Keine generelle Vorabprüfung von Inseraten

VaultBase prüft Inserate grundsätzlich nicht umfassend vor Veröffentlichung, sofern keine kostenpflichtige oder freiwillige Prüfung ausdrücklich vereinbart wurde.

VaultBase kann Inserate jedoch automatisiert oder manuell prüfen, zurückweisen, bearbeiten lassen, deaktivieren oder löschen, wenn Anhaltspunkte für Unrichtigkeit, Rechtswidrigkeit, Irreführung, Fälschungen, Markenverletzungen, Sicherheitsrisiken oder Verstösse gegen diese AGB bestehen.

Aus einer Prüfung oder Nichtprüfung durch VaultBase entsteht keine Garantie für Echtheit, Eigentum, Herkunft, Qualität, Verkehrsfähigkeit, Rechtmässigkeit oder Mangelfreiheit eines Schmuckstücks.

3.4 Eingeschränkte Abwicklungs- und Sicherungsfunktionen

Soweit VaultBase Zahlungs-, Versand-, Prüf-, Käuferschutz-, Streitbeilegungs- oder Servicefunktionen anbietet, erfolgen diese ausschliesslich im Rahmen des Plattform- und Servicevertrags.

Solche Funktionen führen nicht dazu, dass VaultBase Verkäuferin, Käuferin, Eigentümerin, Garantin oder allgemeine Sachverständige für sämtliche Eigenschaften eines Schmuckstücks wird.

3.5 Kein Eigentumserwerb durch VaultBase

Die blosse Entgegennahme, Prüfung, Lagerung, Weiterleitung, Reinigung, Politur, Dokumentation oder Verpackung eines Schmuckstücks durch VaultBase führt nicht zu einem Eigentumserwerb durch VaultBase.

Der jeweilige Eigentümer oder verfügungsberechtigte Nutzer bleibt für Eigentum, Verfügungsberechtigung, Herkunft, Echtheit, Deklaration und Rechtmässigkeit verantwortlich.

4. Angebote, Inserate und Vertragsschluss

4.1 Zulässige Angebote

Auf VaultBase sind ausschliesslich Festpreisgeschäfte zulässig. Auktionen finden nicht statt.

VaultBase kann bestimmte Kategorien, Marken, Materialien, Preisklassen oder Objekte ausschliessen oder nur nach vorheriger Prüfung zulassen.

4.2 Pflichtangaben des Verkäufers

Der Verkäufer muss das angebotene Schmuckstück vollständig, wahrheitsgemäss und nicht irreführend beschreiben.

Anzugeben sind insbesondere, soweit bekannt oder relevant:

  • Marke, Hersteller oder Herkunft;
  • Modell, Referenz, Seriennummern und Punzen;
  • Material, Feingehalt, Karat, Gewicht und Masse;
  • Art und Qualität von Edelsteinen;
  • Zustand, Gebrauchsspuren, Reparaturen, Umarbeitungen und Vorschäden;
  • fehlende, ersetzte oder nachträglich hinzugefügte Bestandteile;
  • Zertifikate, Gutachten, Rechnungen und Herkunftsnachweise;
  • bekannte Mängel, Unsicherheiten oder Echtheitszweifel;
  • rechtliche Belastungen, Pfandrechte oder Eigentumsvorbehalte.

Unklare oder nicht verifizierte Angaben sind ausdrücklich als solche zu kennzeichnen.

4.3 Fixpreisangebot

Das Einstellen eines Schmuckstücks zu einem Fixpreis stellt eine verbindliche Offerte des Verkäufers an berechtigte Käufer dar, sofern im Inserat nichts anderes ausdrücklich angegeben ist.

Der Kaufvertrag kommt zustande, wenn ein berechtigter Käufer die Offerte über die dafür vorgesehene Plattformfunktion annimmt und die Plattform den Vertragsschluss bestätigt.

4.4 Fixpreis mit Gegenangebot

Der Verkäufer kann die Funktion aktivieren, Gegenangebote potenzieller Käufer zu erhalten.

Ein vom Käufer abgegebenes Gegenangebot ist während 48 Stunden verbindlich, sofern im Einzelfall keine kürzere Frist angezeigt wird. Nimmt der Verkäufer das Gegenangebot innerhalb der Frist an, kommt der Kaufvertrag zum angebotenen Preis zustande.

Lehnt der Verkäufer das Gegenangebot ab oder verstreicht die Frist ungenutzt, erlischt das Gegenangebot ohne weitere Erklärung.

Hinweis für die interne Abstimmung (nicht Teil des AGB-Texts): Der aktuell implementierte Verfall eines Gegenangebots liegt bei 72 Stunden, nicht bei den hier genannten 48 Stunden — AGB-Text und Produktverhalten sollten vor Veröffentlichung aneinander angeglichen werden.

4.5 Vorbehalt technischer Fehler, offensichtlicher Irrtümer und Compliance-Prüfungen

Ein Vertragsschluss steht unter dem Vorbehalt, dass:

  • der Käufer handelsberechtigt ist;
  • Verkäufer und Käufer alle erforderlichen Prüfungen bestehen;
  • Stripe oder ein anderer Zahlungsdienstleister die Zahlung und spätere Auszahlung nicht ablehnt;
  • kein offensichtlicher Preis-, Eingabe-, System- oder Übermittlungsfehler vorliegt;
  • das Schmuckstück verfügbar und verkehrsfähig ist;
  • keine Anhaltspunkte für Rechtsverstösse, Fälschung, gestohlene Ware, Sanktionen, Geldwäscherei oder Betrug bestehen;
  • der Kaufpreis fristgerecht über die zugelassenen Zahlungswege bezahlt wird.

VaultBase kann eine Transaktion blockieren oder rückabwickeln, wenn einer dieser Vorbehalte nicht erfüllt ist.

4.6 Verbot von Umgehungsgeschäften

Nutzer dürfen andere Nutzer nicht auffordern, Transaktionen ausserhalb der Plattform abzuschliessen, um Gebühren, Käuferschutz, Zahlungsabwicklung, Stripe-Prüfungen, Compliance-Prüfungen oder sonstige Plattformregeln zu umgehen.

Verboten sind insbesondere:

  • Austausch von Kontaktdaten mit Umgehungsabsicht;
  • Direktzahlung ausserhalb zugelassener Zahlungswege;
  • nachträgliche Stornierung bei gleichzeitiger externer Abwicklung;
  • Scheininserate;
  • künstliche Preisgestaltung zur Reduktion von Provisionen oder Servicekosten.

Bei Verstössen kann VaultBase Konten sperren, Transaktionen abbrechen und vertragliche oder gesetzliche Ansprüche geltend machen.

5. Zahlung über Stripe und Zahlungssicherungsmodell

5.1 Zahlungsstelle

Die Zahlung des Kaufpreises, allfälliger Versandkosten, Plattformgebühren und gebuchter Zusatzleistungen erfolgt ausschliesslich über die von VaultBase zugelassenen Zahlungswege.

VaultBase setzt hierfür insbesondere Stripe als Zahlungsdienstleister ein.

VaultBase kann Stripe durch einen anderen Zahlungsdienstleister ersetzen oder ergänzen, wenn dies aus technischen, rechtlichen, regulatorischen, wirtschaftlichen oder sicherheitsbezogenen Gründen zweckmässig ist.

5.2 Kein Treuhandkonto und keine Bankdienstleistung

Der Käufer zahlt nicht auf ein klassisches Treuhandkonto von VaultBase ein.

VaultBase nimmt keine Publikumseinlagen entgegen, führt keine Bankkonten für Nutzer und bietet keine Vermögensverwahrung, Anlage, Verzinsung oder Zahlungsdienstleistung als eigenständige Finanzdienstleistung an.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe nach den jeweils anwendbaren Stripe-Bedingungen, Zahlungsnetzwerkregeln und diesen AGB.

5.3 Stripe Connect und verbundene Verkäuferkonten

Verkäufer können verpflichtet sein, ein mit VaultBase verbundenes Stripe-Connected-Account zu eröffnen und zu unterhalten.

Der Verkäufer ermächtigt VaultBase, im Rahmen der Plattformabwicklung gegenüber Stripe zahlungsbezogene Weisungen oder technische Anweisungen zu erteilen, insbesondere betreffend:

  • Zahlungen des Käufers;
  • Plattformgebühren;
  • Servicegebühren;
  • Auszahlungen;
  • Rückerstattungen;
  • Rückbelastungen;
  • Reserven;
  • negative Salden;
  • Streitfälle;
  • Datenübermittlung;
  • Compliance-Prüfungen.

Der Verkäufer anerkennt, dass Stripe nach seinen eigenen Bedingungen und gesetzlichen Pflichten zusätzliche Informationen verlangen, Auszahlungen sperren, Reserven bilden, Rückerstattungen durchführen, Rückbelastungen verarbeiten oder Konten einschränken kann.

5.4 Käuferzahlung

Der Käufer ist verpflichtet, den im Checkout angezeigten Gesamtbetrag innerhalb der angegebenen Frist über Stripe oder einen anderen zugelassenen Zahlungsweg zu bezahlen.

Der Gesamtbetrag kann insbesondere umfassen:

  • Kaufpreis;
  • Versandkosten;
  • Plattformgebühren, soweit dem Käufer belastet;
  • gebuchte Käufer-Services;
  • Steuern oder Abgaben, soweit anwendbar;
  • sonstige im Checkout ausgewiesene Kosten.

Erfolgt keine fristgerechte oder erfolgreiche Zahlung, kann VaultBase die Transaktion abbrechen.

5.5 Zahlungsstatus und Auszahlungsstatus

Eine erfolgreiche Zahlung des Käufers bedeutet nicht zwingend, dass der Betrag sofort an den Verkäufer auszahlbar ist.

Beträge können bei Stripe zunächst als ausstehend, verfügbar, zurückgehalten, reserviert, rückbelastungsgefährdet oder anderweitig eingeschränkt geführt werden.

Auszahlungen an Verkäufer erfolgen nur, wenn:

  • Stripe die Auszahlung technisch und regulatorisch zulässt;
  • das Verkäuferkonto auszahlungsfähig ist;
  • keine Zahlungs-, Rückbelastungs-, Betrugs-, Compliance- oder Streitrisiken bestehen;
  • die Voraussetzungen dieser AGB erfüllt sind;
  • die Käuferschutzfrist abgelaufen oder der Streitfall abgeschlossen ist;
  • offene Gebühren, Servicekosten, Rückerstattungen, Reserven oder Verrechnungen berücksichtigt wurden.

5.6 Verzögerte Auszahlung als Escrow-Ersatz

Zur Absicherung der Transaktion kann VaultBase die Auszahlung an den Verkäufer über Stripe verzögern oder zurückhalten, bis bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Dies gilt insbesondere bis:

  • der Käufer bezahlt hat;
  • das Schmuckstück versendet wurde;
  • die Zustellung nachgewiesen ist;
  • die 14-tägige Prüffrist abgelaufen ist;
  • keine berechtigte Mängelrüge vorliegt;
  • ein Streitfall abgeschlossen ist;
  • KYC-, AML-, Sanktions- und Compliance-Prüfungen abgeschlossen sind;
  • keine Rückbelastungs-, Betrugs- oder Rechtsrisiken bestehen.

Dieses Modell ersetzt ein klassisches Escrow-Modell, ohne dass VaultBase dadurch zur Bank, Treuhänderin oder Escrow-Agentin wird.

5.7 Maximale Zurückhaltung von Geldern

VaultBase hält oder verzögert Auszahlungen nur, soweit ein sachlicher Grund besteht, insbesondere zur Abwicklung, Prüfung, Risikobegrenzung, Streitbeilegung, Rückerstattung, Einhaltung von Stripe-Regeln, Zahlungsnetzwerkregeln oder gesetzlichen Pflichten.

Soweit Stripe oder anwendbares Recht maximale Haltefristen vorsehen, hält VaultBase diese ein. Nach den von Stripe kommunizierten Vorgaben können für bestimmte Länder oder Konstellationen maximale Verwahrungs- oder Haltefristen gelten. VaultBase kann daher Auszahlungen, Rückerstattungen oder Abwicklungsentscheidungen beschleunigen, abbrechen oder anpassen, wenn dies zur Einhaltung solcher Vorgaben erforderlich ist.

5.8 Keine Verzinsung

Zahlungsbeträge, die über Stripe verarbeitet, zurückgehalten, reserviert oder verzögert ausgezahlt werden, werden gegenüber Nutzern nicht verzinst.

Nutzer haben keinen Anspruch auf Zinsen, Nutzungsersatz, Anlageertrag oder sonstige Vergütung für die Dauer der Zahlungsabwicklung, Zurückhaltung, Prüfung oder Streitbeilegung.

5.9 Abzug von Gebühren

VaultBase ist berechtigt, über Stripe oder auf andere Weise geschuldete Beträge vom Transaktionserlös abzuziehen, insbesondere:

  • Verkaufsprovisionen;
  • Plattformgebühren;
  • Servicegebühren;
  • Stripe-Gebühren, soweit dem Nutzer belastet;
  • Versandkosten;
  • Rückerstattungskosten;
  • Rückbelastungskosten;
  • Lagerkosten;
  • Administrationskosten;
  • Schadenersatzforderungen;
  • sonstige Forderungen gemäss Gebührenreglement.

Stripe kann nach den Stripe-Bedingungen ebenfalls Gebühren, Rückbelastungen, negative Salden oder andere Beträge vom Stripe-Guthaben des Nutzers abziehen.

5.10 Rückerstattungen

Rückerstattungen an Käufer werden über Stripe oder einen anderen Zahlungsdienstleister abgewickelt, soweit technisch möglich.

Eine Rückerstattung kann erfolgen bei:

  • berechtigter Mängelrüge;
  • Rückabwicklung;
  • Transaktionsabbruch;
  • Nichtverfügbarkeit des Schmuckstücks;
  • Compliance-Abbruch;
  • Zahlungsfehler;
  • gesetzlicher Pflicht;
  • Entscheidung von VaultBase im Käuferschutzverfahren;
  • Vorgabe von Stripe, Kartenorganisationen, Banken oder Behörden.

VaultBase kann Rückerstattungen ganz oder teilweise verweigern oder zurückhalten, wenn der Käufer eigene Pflichten verletzt, die Rücksendung nicht erfolgt, der Zustand des Schmuckstücks streitig ist, ein Missbrauchsverdacht besteht oder rechtliche Gründe entgegenstehen.

5.11 Rückbelastungen, Chargebacks und Zahlungsanfechtungen

Kommt es zu Rückbelastungen, Chargebacks, Zahlungsanfechtungen, Karteninhaberstreitigkeiten, Rückbuchungen, Betrugsfällen oder vergleichbaren Zahlungsrisiken, gelten zusätzlich die Regeln von Stripe, der beteiligten Banken und der Zahlungsnetzwerke.

Derjenige Nutzer, der das zugrunde liegende Risiko verursacht hat, trägt die daraus entstehenden Kosten, Gebühren, Rückbelastungen, Verluste und administrativen Aufwendungen.

Insbesondere trägt der Verkäufer solche Kosten, wenn die Rückbelastung oder Zahlungsanfechtung auf eine mangelhafte, nicht gelieferte, falsch beschriebene, gefälschte, rechtswidrige oder nicht vertragsgemässe Ware oder auf eine Pflichtverletzung des Verkäufers zurückzuführen ist.

Der Käufer trägt solche Kosten, wenn die Zahlungsanfechtung missbräuchlich, unberechtigt oder pflichtwidrig erfolgt.

5.12 Negative Stripe-Salden

Ein Stripe-Connected-Account kann insbesondere durch Rückerstattungen, Rückbelastungen, Gebühren, Streitigkeiten oder negative Transaktionen einen negativen Saldo aufweisen.

Der Verkäufer ist verpflichtet, einen negativen Saldo, der aus seinen Transaktionen, Pflichtverletzungen, Rückerstattungen, Rückbelastungen oder Gebühren resultiert, unverzüglich auszugleichen.

VaultBase ist berechtigt, negative Salden oder daraus resultierende Belastungen:

  • mit künftigen Auszahlungen zu verrechnen;
  • über Stripe abbuchen zu lassen, soweit Stripe dies ermöglicht;
  • dem Verkäufer separat in Rechnung zu stellen;
  • durch Zurückbehaltung anderer Guthaben zu sichern;
  • als Forderung gegen den Verkäufer geltend zu machen.

5.13 Reserven und Sicherheiten

VaultBase kann nach pflichtgemässem Ermessen und soweit technisch über Stripe möglich Reserven, Auszahlungsverzögerungen oder Sicherheiten verlangen oder veranlassen, wenn erhöhte Risiken bestehen.

Erhöhte Risiken können insbesondere bestehen bei:

  • hochpreisigen Schmuckstücken;
  • neuen oder nicht ausreichend verifizierten Verkäufern;
  • ungewöhnlichem Transaktionsverhalten;
  • erhöhtem Rückbelastungsrisiko;
  • Streitfällen;
  • Fälschungsverdacht;
  • unklarer Herkunft;
  • fehlender Dokumentation;
  • negativer Kontohistorie;
  • Stripe- oder Zahlungsnetzwerkvorgaben.

5.14 Datenübermittlung an Stripe

Nutzer ermächtigen VaultBase, zahlungs-, transaktions-, identitäts-, compliance- und risikobezogene Daten an Stripe zu übermitteln und von Stripe zu erhalten, soweit dies für Registrierung, Onboarding, Zahlungsabwicklung, Auszahlungen, Rückerstattungen, Risikoprüfung, Betrugsprävention, Streitbeilegung, Gebührenabzug oder Einhaltung gesetzlicher Pflichten erforderlich ist.

Einzelheiten zur Bearbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung von VaultBase und den Datenschutzinformationen von Stripe.

5.15 Ausfall oder Einschränkung von Stripe

Wenn Stripe Zahlungen, Auszahlungen, Rückerstattungen, Onboarding, Konten oder Funktionen einschränkt, blockiert oder beendet, kann VaultBase die betroffenen Plattformfunktionen entsprechend einschränken.

VaultBase haftet nicht für Schäden, Verzögerungen oder Nachteile, die durch Handlungen, Unterlassungen, technische Störungen, Prüfungen, Einschränkungen oder Entscheidungen von Stripe verursacht werden, soweit VaultBase diese nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.

6. Versand, Übergabe, Gefahrtragung und Versicherung

6.1 Versandvorgaben

Schmuckstücke sind ausschliesslich nach den von VaultBase vorgegebenen Versand-, Verpackungs- und Versicherungsstandards zu versenden.

Soweit VaultBase nichts anderes bestimmt, sind Sendungen:

  • eingeschrieben oder mit gleichwertigem Track-&-Trace-Verfahren zu versenden;
  • wertangemessen zu versichern;
  • sorgfältig, neutral und diebstahlhemmend zu verpacken;
  • mit Versandnachweis zu dokumentieren.

VaultBase kann bei hochpreisigen oder risikobehafteten Objekten besondere Versandarten, Kurierdienste, Versicherungen oder persönliche Übergaben verlangen.

6.2 Versand an VaultBase

Wenn ein Schmuckstück für Zusatzdienstleistungen, Prüfung, Streitklärung oder Käuferschutzabwicklung an VaultBase zu senden ist, trägt der versendende Nutzer das Risiko bis zur nachweisbaren Zustellung bei VaultBase, sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist.

Der Nutzer ist verpflichtet, den Versandwert korrekt zu deklarieren und eine angemessene Versicherung abzuschliessen.

6.3 Versand von VaultBase an Käufer oder Verkäufer

Soweit VaultBase ein Schmuckstück nach Prüfung, Service oder Streitklärung weiterleitet, erfolgt der Versand nach den von VaultBase festgelegten Versandstandards.

Das Risiko geht auf den Empfänger über, sobald das Schmuckstück nachweisbar zugestellt wurde oder der Empfänger die Annahme unberechtigt verweigert.

Zwingende gesetzliche Regelungen bleiben vorbehalten.

6.4 Verlust, Diebstahl und Transportschäden

Bei Verlust, Diebstahl oder Transportschaden ist der betroffene Nutzer verpflichtet, VaultBase unverzüglich zu informieren und alle zur Schadensabwicklung erforderlichen Unterlagen bereitzustellen.

VaultBase haftet für Transportereignisse nur, soweit der Schaden durch VaultBase selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde oder VaultBase ausdrücklich eine weitergehende Haftung übernommen hat.

7. Käuferschutz, Prüfung und Streitverfahren

7.1 Zweck des Käuferschutzes

VaultBase bietet ein obligatorisches Käuferschutzverfahren zur strukturierten Abwicklung von Streitfällen über Echtheit, wesentliche Eigenschaften, Zustand und Übereinstimmung mit der Inseratbeschreibung.

Der Käuferschutz regelt primär die Freigabe, Zurückhaltung oder Rückerstattung des über Stripe abgewickelten Kaufpreises. Gesetzliche Ansprüche zwischen Käufer und Verkäufer bleiben vorbehalten, soweit sie nicht wirksam ausgeschlossen oder beschränkt wurden.

7.2 Prüffrist des Käufers

Ab dem Tag der nachweisbaren Zustellung des Schmuckstücks hat der Käufer 14 Kalendertage Zeit, das Schmuckstück auf Echtheit, Zustand und Übereinstimmung mit der Inseratbeschreibung zu prüfen.

Die Frist beginnt am Tag nach der nachweisbaren Zustellung.

Innerhalb dieser Frist muss der Käufer eine Mängelrüge über die von VaultBase vorgesehenen Kommunikationskanäle einreichen.

7.3 Anforderungen an die Mängelrüge

Eine Mängelrüge muss begründet, nachvollziehbar und dokumentiert sein.

Der Käufer muss insbesondere angeben:

  • welche Eigenschaft beanstandet wird;
  • weshalb eine Abweichung zur Inseratbeschreibung bestehen soll;
  • welche Belege vorhanden sind;
  • ob Fotos, Videos, Gutachten, Laborberichte oder sonstige Nachweise vorliegen;
  • ob das Schmuckstück unverändert im erhaltenen Zustand vorhanden ist.

Pauschale, unbelegte oder missbräuchliche Beanstandungen können zurückgewiesen werden.

7.4 Genehmigungswirkung für die Plattformabwicklung

Erhebt der Käufer innerhalb der 14-tägigen Prüffrist keine formgerechte Mängelrüge, gilt das Schmuckstück für Zwecke der Plattformabwicklung als genehmigt und VaultBase kann die Auszahlung des Transaktionserlöses an den Verkäufer über Stripe freigeben oder veranlassen.

Diese Genehmigungswirkung beschränkt sich auf die Plattformabwicklung und die Freigabe der Auszahlung. Zwingende gesetzliche Ansprüche, Ansprüche wegen absichtlicher Täuschung oder Ansprüche wegen später erkennbarer verdeckter Mängel bleiben vorbehalten.

7.5 Verdeckte Mängel

Mängel, die bei ordnungsgemässer Prüfung innerhalb der Prüffrist nicht erkennbar waren, sind unverzüglich nach Entdeckung zu rügen.

VaultBase kann nach eigenem Ermessen entscheiden, ob solche Mängel noch im Rahmen des Plattform-Käuferschutzes behandelt werden oder ob die Parteien auf die direkte Geltendmachung ihrer Ansprüche gegeneinander verwiesen werden.

Soweit Stripe-Fristen, Rückerstattungsfristen, Kartenfristen oder technische Zahlungsfristen abgelaufen sind, kann VaultBase eine Rückabwicklung über Stripe ablehnen und die Parteien auf direkte Ansprüche gegeneinander verweisen.

7.6 Zurückhaltung der Auszahlung bei Streitfall

Erhebt der Käufer frist- und formgerecht Einspruch, kann VaultBase die Auszahlung an den Verkäufer über Stripe bis zur Klärung des Sachverhalts ganz oder teilweise zurückhalten, soweit dies technisch und rechtlich möglich ist.

VaultBase kann die Parteien zur Einreichung weiterer Nachweise auffordern und Fristen setzen. Werden Fristen nicht eingehalten, kann VaultBase nach Aktenlage entscheiden.

7.7 Prüf- und Entscheidungsbefugnis von VaultBase

VaultBase ist berechtigt, im Rahmen des Käuferschutzes eine vorläufige oder endgültige Plattformentscheidung über Auszahlungsfreigabe, Rückerstattung, Rücksendung, Kostenverteilung und weitere Abwicklung zu treffen.

VaultBase kann hierfür eigene Fachpersonen, externe Juweliere, Labore, Gutachter oder sonstige Experten beiziehen.

Die Plattformentscheidung regelt nur die Abwicklung über VaultBase und Stripe. Der ordentliche Rechtsweg zwischen Käufer und Verkäufer bleibt vorbehalten.

7.8 Rückabwicklung

Bei berechtigter Mängelrüge kann VaultBase die Rückabwicklung anordnen.

Der Käufer muss das Schmuckstück in dem Zustand zurückgeben, in dem er es erhalten hat, abgesehen von Veränderungen, die zur ordnungsgemässen Prüfung unvermeidbar waren.

Nach nachweisbarer Rücksendung und Prüfung kann VaultBase den Kaufpreis ganz oder teilweise über Stripe an den Käufer zurückerstatten oder eine Rückerstattung veranlassen.

7.9 Missbrauch des Käuferschutzes

Ein Missbrauch des Käuferschutzes ist untersagt.

Missbrauch liegt insbesondere vor bei:

  • falschen Mängelbehauptungen;
  • Austausch oder Manipulation des Schmuckstücks;
  • Beschädigung nach Erhalt;
  • unberechtigter Rücksendung;
  • missbräuchlicher Zahlungsanfechtung oder Rückbelastung;
  • Erpressungs- oder Druckversuchen;
  • bewusst unvollständigen oder falschen Angaben.

Bei Missbrauch kann VaultBase Auszahlungen oder Rückerstattungen verweigern, Konten sperren und Ansprüche geltend machen.

8. Freiwillige Zusatzdienstleistungen von VaultBase

8.1 Allgemeines

VaultBase kann freiwillige, kostenpflichtige Zusatzdienstleistungen anbieten, insbesondere:

  • Echtheits- und Materialprüfung;
  • Zustandsprüfung;
  • Reinigung;
  • Polieren;
  • Aufbereitung;
  • Verpackung;
  • Dokumentation;
  • Branding;
  • Datenbankaufnahme;
  • Versandkoordination.

Zusatzdienstleistungen werden nur erbracht, wenn sie ausdrücklich gebucht und von VaultBase bestätigt wurden.

8.2 Kein Ersatz für umfassende Labor- oder Rechtsprüfung

Zusatzdienstleistungen von VaultBase ersetzen keine umfassende gemmologische Laboranalyse, keine Herkunftsprüfung, keine Eigentumsprüfung, keine Markenrechtsprüfung, keine steuerliche Prüfung und keine rechtliche Due Diligence, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

VaultBase schuldet nur die konkret gebuchte Leistung nach dem vereinbarten Prüf- oder Serviceumfang.

8.3 Echtheits- und Materialprüfung

Bei einer Echtheits- oder Materialprüfung untersucht VaultBase das Schmuckstück nach bestem Wissen und Gewissen mit angemessenen, in der Schmuckbranche üblichen zerstörungsfreien Prüfmethoden.

Je nach gebuchtem Leistungsumfang können insbesondere folgende Prüfungen erfolgen:

  • Sichtprüfung;
  • Gewichtsermittlung;
  • Prüfung von Punzen und Stempeln;
  • Magnetprüfung;
  • Edelmetall-Schnelltests;
  • mikroskopische Betrachtung;
  • einfache Edelsteinprüfung;
  • Vergleich mit vorgelegten Dokumenten;
  • Plausibilitätsprüfung vorhandener Zertifikate.

Nicht geschuldet ist, sofern nicht ausdrücklich vereinbart:

  • zerstörende Materialanalyse;
  • umfassende Laboranalyse;
  • Herkunfts- oder Provenienzprüfung;
  • Prüfung auf sämtliche synthetische, behandelte oder nachbehandelte Edelsteine;
  • Echtheitsgarantie einer Marke;
  • Prüfung, ob ein Objekt gestohlen, verpfändet oder belastet ist;
  • Prüfung sämtlicher historischer Reparaturen, Nachbearbeitungen oder verdeckter Materialfehler.

8.4 Ergebnis der Prüfung

Das Ergebnis einer Prüfung stellt eine fachmännische Einschätzung auf Basis der eingesetzten Methoden, der zugänglichen Informationen und des Prüfzeitpunkts dar.

VaultBase übernimmt keine Garantie für absolute Fehlerfreiheit und keine Garantie dafür, dass mit anderen, aufwendigeren oder später verfügbaren Prüfmethoden kein anderes Ergebnis erzielt werden könnte.

VaultBase haftet jedoch nach Massgabe dieser AGB für Schäden, die durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen von VaultBase verursacht wurden.

8.5 Polieren und Reinigung

VaultBase kann Schmuckstücke durch Fachpersonal reinigen und polieren.

Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass mechanisches Polieren von Edelmetallen naturgemäss mit minimalem Materialabtrag verbunden ist. Ein technisch unvermeidbarer, geringfügiger Abrieb und daraus folgender geringfügiger Gewichtsverlust stellt keinen Mangel und keinen ersatzfähigen Schaden dar.

Der Nutzer nimmt weiter zur Kenntnis, dass Polieren oder Reinigung insbesondere bei Second-Hand-, Vintage-, Antik- oder stark getragenen Schmuckstücken bestehende Schwachstellen sichtbar machen oder reaktivieren kann.

Dies betrifft insbesondere:

  • lockere Fassungen;
  • spröde Krappen oder Zargen;
  • poröse Lötstellen;
  • feine Ketten;
  • Scharniere;
  • alte Reparaturstellen;
  • Haarrisse;
  • minderwertige frühere Schweissungen;
  • empfindliche Oberflächen;
  • Beschichtungen;
  • Patina;
  • Sammler- oder Vintagewert.

VaultBase haftet nicht für Schäden, die auf nicht erkennbare Vorschäden, Materialermüdung, mangelhafte Vorbearbeitung oder unvermeidbare Folgen einer fachgerechten Politur zurückzuführen sind.

Die Haftung für vorsätzliche oder grob fahrlässige unsachgemässe Behandlung bleibt vorbehalten.

8.6 Dokumentation vor Servicebeginn

VaultBase kann vor Beginn einer Zusatzdienstleistung Fotos, Videos, Gewichtsdaten, Zustandsnotizen oder sonstige Dokumentationen erstellen.

Der Nutzer anerkennt, dass solche Dokumentationen für Streitfälle, Versicherungsfälle, Qualitätskontrolle und Beweissicherung verwendet werden können.

8.7 Branding und dauerhafte Veränderung

VaultBase kann für geeignete markenlose Schmuckstücke eine Aufbereitung mit VaultBase-Branding anbieten.

Diese Dienstleistung ist ausschliesslich zulässig für Schmuckstücke ohne geschützte Markenprägung, ohne erkennbare Markenherkunft oder mit ausdrücklicher Freigabe durch VaultBase.

Das Branding von Markenware, Plagiaten, Repliken, Objekten mit fremden Markenkennzeichen oder Objekten mit unklarer Herkunft ist ausgeschlossen.

8.8 Voraussetzungen für Branding

Branding setzt voraus, dass:

  • der buchende Nutzer Eigentümer oder verfügungsberechtigt ist;
  • keine Rechte Dritter entgegenstehen;
  • keine Marken, Punzen, Seriennummern, Herkunftszeichen, Feingehaltsangaben oder amtliche Stempel beeinträchtigt werden;
  • das Schmuckstück technisch geeignet ist;
  • der Nutzer ausdrücklich und gesondert zustimmt.

VaultBase kann Branding ohne Angabe weiterer Gründe ablehnen.

8.9 Einwilligung in dauerhafte Veränderung

Mit der Buchung des Brandings willigt der Nutzer ausdrücklich ein, dass VaultBase das Schmuckstück dauerhaft mechanisch verändern darf, insbesondere durch Gravur, Prägung, Seriennummer oder sonstige Kennzeichnung.

Der Nutzer nimmt zur Kenntnis, dass:

  • eine vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands möglicherweise unmöglich ist;
  • das Branding den Markt-, Sammler-, Wiederverkaufs- oder subjektiven Liebhaberwert beeinflussen kann;
  • die Veränderung sichtbar oder dauerhaft nachweisbar bleiben kann.

VaultBase haftet nicht für eine Wertminderung, die typische, offengelegte und vom Nutzer akzeptierte Folge eines ordnungsgemäss ausgeführten Brandings ist.

Die Haftung für vorsätzliche oder grob fahrlässige unsachgemässe Ausführung bleibt vorbehalten.

9. Servicekosten bei Rückabwicklung, Abbruch oder Pflichtverletzung

9.1 Grundsatz

Wird eine gebuchte Zusatzdienstleistung begonnen oder erbracht, bleibt die Vergütungspflicht grundsätzlich bestehen, soweit der Abbruch, die Rückabwicklung oder die Nichtdurchführung des Hauptgeschäfts nicht von VaultBase zu vertreten ist.

Massgeblich ist das jeweils anwendbare Gebührenreglement.

9.2 Zahlung über Stripe

Servicekosten können über Stripe belastet, vom Transaktionserlös abgezogen, mit Auszahlungsansprüchen verrechnet oder separat in Rechnung gestellt werden.

Der Nutzer ermächtigt VaultBase, geschuldete Servicekosten über Stripe einzuziehen oder von verfügbaren Guthaben, Auszahlungen oder Rückerstattungen abzuziehen, soweit dies gesetzlich zulässig und technisch möglich ist.

9.3 Pflichtverletzung des Verkäufers

Der Verkäufer trägt die angefallenen Service-, Prüf-, Versand-, Lager- und Administrationskosten, wenn die Transaktion scheitert, weil:

  • das Schmuckstück eine Fälschung, ein Plagiat oder eine unzulässige Replik ist;
  • das Schmuckstück gravierende nicht deklarierte Mängel aufweist;
  • Eigentum, Herkunft oder Verfügungsberechtigung nicht nachgewiesen werden kann;
  • Rechte Dritter verletzt werden;
  • Angaben im Inserat falsch, unvollständig oder irreführend waren;
  • der Verkäufer die Transaktion vertragswidrig abbricht;
  • der Verkäufer erforderliche Mitwirkungshandlungen nicht erbringt;
  • Stripe, VaultBase oder eine Behörde die Transaktion aus vom Verkäufer verursachten Gründen blockiert.

In diesen Fällen erhält der Käufer grundsätzlich den gezahlten Kaufpreis zurück, soweit er seine eigenen Pflichten erfüllt hat.

9.4 Pflichtverletzung des Käufers

Der Käufer trägt die angefallenen Service-, Prüf-, Versand-, Lager- und Administrationskosten, wenn die Transaktion scheitert, weil:

  • der Käufer nicht fristgerecht bezahlt;
  • der Käufer die Annahme unberechtigt verweigert;
  • der Käufer falsche oder unvollständige Angaben macht;
  • der Käufer eine unbegründete oder missbräuchliche Mängelrüge erhebt;
  • der Käufer das Schmuckstück beschädigt, austauscht oder manipuliert;
  • der Käufer eine Transaktion nach Servicebeginn ohne berechtigten Grund abbricht;
  • der Käufer eine missbräuchliche Rückbelastung oder Zahlungsanfechtung veranlasst.

9.5 Abbruch aus Compliance- oder Sicherheitsgründen

Bricht VaultBase eine Transaktion aus Compliance-, Sicherheits-, Sanktions-, Betrugspräventions-, Stripe-, Zahlungsnetzwerk- oder rechtlichen Gründen ab, entscheidet VaultBase nach pflichtgemässem Ermessen über Kostenverteilung, Rückerstattung und weitere Abwicklung.

Dabei berücksichtigt VaultBase insbesondere, welche Partei den Abbruch verursacht hat und ob eine Pflichtverletzung vorliegt.

10. Retentionsrecht, Zurückbehaltung und Verwertung

10.1 Zurückbehaltungsrecht an Sachen

Soweit gesetzlich zulässig, steht VaultBase an Schmuckstücken, Dokumenten, Verpackungen oder sonstigen beweglichen Sachen, die sich mit Willen des Berechtigten im Besitz von VaultBase befinden, ein Zurückbehaltungs- oder Retentionsrecht für fällige Forderungen zu, die mit dem betreffenden Gegenstand oder der betreffenden Transaktion zusammenhängen.

Dies gilt insbesondere für:

  • Servicegebühren;
  • Prüfkosten;
  • Versandkosten;
  • Lagerkosten;
  • Administrationskosten;
  • Rückabwicklungskosten;
  • Schadenersatzforderungen;
  • sonstige fällige Forderungen aus der betreffenden Transaktion.

10.2 Zurückhaltung von Auszahlungen

Unabhängig von einem sachenrechtlichen Retentionsrecht kann VaultBase Auszahlungen über Stripe zurückhalten oder verzögern, soweit dies nach diesen AGB, den Stripe-Bedingungen, Zahlungsnetzwerkregeln oder gesetzlichen Vorgaben zulässig ist.

Dies gilt insbesondere bei:

  • offenen Forderungen gegen den Nutzer;
  • Streitfällen;
  • Rückbelastungsrisiken;
  • negativen Stripe-Salden;
  • Fälschungsverdacht;
  • unklarer Eigentums- oder Herkunftslage;
  • Compliance-Prüfungen;
  • Verdacht auf Missbrauch oder Rechtsverstösse.

10.3 Dritt- und Eigentumsrechte

VaultBase kann die Herausgabe verweigern, solange unklar ist, wer Eigentümer, verfügungsberechtigt oder herausgabeberechtigt ist, oder solange widersprüchliche Ansprüche mehrerer Personen bestehen.

VaultBase ist berechtigt, geeignete Nachweise zu verlangen und die Herausgabe bis zur Klärung zurückzuhalten.

10.4 Mahnung und Fristansetzung

Vor einer weiteren Verwertung oder sonstigen Massnahme setzt VaultBase dem Schuldner grundsätzlich eine angemessene Nachfrist zur Zahlung oder Sicherheitsleistung, sofern keine dringenden rechtlichen, behördlichen, Stripe-bezogenen, sicherheitsrelevanten oder werterhaltenden Gründe entgegenstehen.

10.5 Verwertung nur nach gesetzlich zulässigem Verfahren

Eine Verwertung zurückbehaltener Gegenstände erfolgt nur, soweit gesetzlich zulässig, gestützt auf ein anwendbares gesetzliches Verfahren, eine behördliche oder gerichtliche Anordnung oder eine ausdrückliche separate Vereinbarung mit der verfügungsberechtigten Person.

Eine freihändige Verwertung durch VaultBase ist nur zulässig, wenn sie rechtlich erlaubt ist und die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

10.6 Lagerung und Kosten

Während der Zurückbehaltung kann VaultBase angemessene Lager-, Versicherungs-, Sicherheits- und Administrationskosten gemäss Gebührenreglement verlangen.

11. Eigentum, Herkunft, Fälschungen und Rechte Dritter

11.1 Zusicherungen des Verkäufers

Der Verkäufer sichert mit jedem Inserat und jeder Transaktion zu, dass:

  • er Eigentümer des Schmuckstücks oder wirksam zur Veräusserung berechtigt ist;
  • das Schmuckstück frei von Pfandrechten, Eigentumsvorbehalten, Sicherungsrechten und sonstigen Rechten Dritter ist, soweit nicht ausdrücklich offengelegt;
  • das Schmuckstück nicht gestohlen, unterschlagen, veruntreut oder widerrechtlich erlangt wurde;
  • alle Angaben zu Marke, Herkunft, Material, Feingehalt, Edelsteinen, Zustand und Dokumenten richtig und nicht irreführend sind;
  • keine gefälschten Zertifikate, Rechnungen, Seriennummern oder Dokumente verwendet werden;
  • das Angebot keine Marken-, Urheber-, Design-, Persönlichkeits- oder sonstigen Rechte Dritter verletzt;
  • der Verkauf nicht gegen Sanktionen, Embargos, Exportkontrollen oder sonstige gesetzliche Verbote verstösst.

11.2 Herkunfts- und Eigentumsnachweise

VaultBase kann jederzeit Herkunfts-, Eigentums-, Einkaufs-, Erbschafts-, Geschenk-, Reparatur-, Versicherungs- oder sonstige Nachweise verlangen.

Kann der Verkäufer solche Nachweise nicht plausibel erbringen, kann VaultBase Inserate entfernen, Transaktionen abbrechen, Gelder zurückhalten, Konten sperren und Behörden oder Rechteinhaber informieren, soweit rechtlich zulässig oder erforderlich.

11.3 Verbotene Objekte

Verboten sind insbesondere:

  • Fälschungen;
  • Plagiate;
  • Repliken, sofern nicht klar und zulässig als solche deklariert und von VaultBase zugelassen;
  • gestohlene oder unterschlagene Ware;
  • Objekte mit gefälschten Punzen, Marken, Seriennummern oder Zertifikaten;
  • Objekte, deren Handel gesetzlich verboten oder bewilligungspflichtig ist;
  • Objekte mit irreführenden Angaben zu Feingehalt, Edelsteinen, Marke, Herkunft oder Alter;
  • Objekte, die Rechte Dritter verletzen.

11.4 Markenware

Markenware darf nur angeboten werden, wenn sie echt ist und korrekt beschrieben wird.

Nachträgliche Veränderungen, Aftermarket-Besatz, ersetzte Teile, nicht originale Steine, nachträgliche Gravuren, Politur mit Substanzveränderung oder fehlende Originaldokumente sind klar offenzulegen.

VaultBase kann Markenware besonders prüfen, Nachweise verlangen oder Angebote ohne weitere Begründung ablehnen.

11.5 Takedown und Rechteinhaberhinweise

VaultBase kann Hinweise von Rechteinhabern, Behörden oder Dritten prüfen und betroffene Inserate oder Transaktionen vorübergehend oder dauerhaft sperren.

Nutzer sind verpflichtet, bei der Aufklärung mitzuwirken.

Wiederholte oder schwerwiegende Verstösse können zur dauerhaften Sperrung führen.

12. Geldwäscherei, Sanktionen und Compliance

12.1 Allgemeine Compliance-Pflichten

Nutzer dürfen die Plattform nicht für Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Sanktionsumgehung, Betrug, Steuerdelikte, Hehlerei oder sonstige rechtswidrige Zwecke verwenden.

VaultBase kann risikobasierte Prüfungen durchführen und Transaktionen blockieren, wenn objektive Anhaltspunkte für Missbrauch bestehen.

12.2 Verbot von Bargeldgeschäften

Transaktionen über VaultBase erfolgen ausschliesslich über die von VaultBase zugelassenen elektronischen Zahlungswege.

Bargeldgeschäfte im Zusammenhang mit Plattformtransaktionen sind verboten, sofern VaultBase sie nicht im Einzelfall ausdrücklich schriftlich zulässt.

12.3 Verdachtsfälle

Bei ungewöhnlichen, hochpreisigen oder nicht plausiblen Transaktionen kann VaultBase zusätzliche Informationen verlangen, insbesondere:

  • Mittelherkunft;
  • Zweck der Transaktion;
  • wirtschaftlich berechtigte Person;
  • Herkunft des Schmuckstücks;
  • frühere Eigentumskette;
  • beruflicher oder wirtschaftlicher Hintergrund;
  • Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer.

Werden verlangte Informationen nicht oder nicht plausibel geliefert, kann VaultBase die Transaktion ablehnen oder abbrechen.

12.4 Sanktions- und Embargoprüfung

Nutzer sichern zu, dass sie nicht auf anwendbaren Sanktionslisten geführt werden und nicht im Auftrag oder zugunsten sanktionierter Personen, Organisationen oder Staaten handeln.

VaultBase kann Transaktionen sperren oder ablehnen, wenn Sanktions-, Embargo- oder Exportkontrollrisiken bestehen.

12.5 Behörden und Meldungen

VaultBase kann Informationen, Dokumente, Schmuckstücke oder Gelder zurückhalten und Behörden, Zahlungsdienstleister, Banken, Versicherer oder Rechteinhaber informieren, soweit dies gesetzlich erlaubt oder erforderlich ist.

13. Allgemeine Nutzerpflichten

13.1 Wahrheitspflicht

Nutzer müssen alle Angaben gegenüber VaultBase und anderen Nutzern vollständig, richtig, aktuell und nicht irreführend machen.

Dies gilt insbesondere für Identität, Wohnsitz, Vertretungsberechtigung, Eigentum, Herkunft, Zustand, Marke, Material, Feingehalt, Gewicht, Edelsteine, Dokumente und Zahlungsinformationen.

13.2 Mitwirkungspflichten

Nutzer sind verpflichtet, bei Prüfungen, Streitfällen, Rückabwicklungen, Versicherungsfällen, Compliance-Abklärungen und behördlichen Anfragen angemessen mitzuwirken.

Dazu gehört insbesondere die fristgerechte Einreichung von Dokumenten, Fotos, Versandnachweisen, Gutachten und Stellungnahmen.

13.3 Technische Integrität

Verboten sind:

  • Bots;
  • Scraper;
  • Crawler;
  • automatisierte Such- oder Buchungssysteme;
  • Lastangriffe;
  • Umgehung technischer Schutzmassnahmen;
  • Manipulation von Bewertungen, Preisen oder Suchergebnissen;
  • Reverse Engineering;
  • unbefugter Zugriff auf Systeme oder Daten.

13.4 Inhalte der Nutzer

Nutzer dürfen nur Inhalte hochladen, veröffentlichen oder übermitteln, an denen sie die erforderlichen Rechte besitzen.

Verboten sind insbesondere rechtswidrige, irreführende, persönlichkeitsverletzende, markenverletzende, urheberrechtsverletzende, diffamierende, diskriminierende oder betrügerische Inhalte.

VaultBase darf Inhalte entfernen oder sperren, wenn ein Verdacht auf Rechts- oder Vertragsverstösse besteht.

14. Sperrung, Kündigung und Beendigung

14.1 Sperrung durch VaultBase

VaultBase kann Nutzerkonten, Inserate, Zahlungsfunktionen, Auszahlungen, Servicebuchungen oder einzelne Plattformfunktionen vorübergehend oder dauerhaft sperren, wenn:

  • ein Verstoss gegen diese AGB vorliegt;
  • Missbrauchs-, Betrugs-, Sicherheits- oder Compliance-Risiken bestehen;
  • gesetzliche oder behördliche Gründe dies erfordern;
  • Angaben nicht verifiziert werden können;
  • offene Forderungen bestehen;
  • Rechte Dritter betroffen sein können.

14.2 Ordentliche Beendigung

Nutzer können ihr Konto grundsätzlich jederzeit kündigen, sofern keine offenen Transaktionen, Streitfälle, Servicebuchungen, Forderungen, gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder Compliance-Prüfungen entgegenstehen.

VaultBase kann das Plattformverhältnis mit angemessener Frist ordentlich kündigen.

14.3 Ausserordentliche Beendigung

VaultBase kann das Vertragsverhältnis fristlos beenden, wenn ein Nutzer schwerwiegend oder wiederholt gegen diese AGB verstösst oder wenn eine Fortsetzung für VaultBase unzumutbar ist.

14.4 Folgen der Beendigung

Die Beendigung des Nutzerkontos berührt nicht:

  • bereits entstandene Zahlungs- und Schadenersatzansprüche;
  • laufende Transaktionen;
  • Rückabwicklungen;
  • Streitfälle;
  • Retentions- oder Zurückbehaltungsrechte;
  • gesetzliche Aufbewahrungspflichten;
  • Datenschutz- und Compliance-Pflichten;
  • Freistellungsansprüche.

15. Gewährleistung und Haftung von VaultBase

15.1 Plattformverfügbarkeit

VaultBase bemüht sich um einen sicheren und möglichst unterbrechungsfreien Betrieb der Plattform.

Eine jederzeitige, fehlerfreie oder unterbrechungsfreie Verfügbarkeit wird jedoch nicht garantiert. VaultBase kann die Plattform vorübergehend einschränken, insbesondere wegen Wartung, Sicherheitsmassnahmen, technischer Störungen, Systemumstellungen oder höherer Gewalt.

15.2 Keine Gewähr für Nutzerinhalte und Schmuckstücke

VaultBase übernimmt keine Gewähr für:

  • Richtigkeit oder Vollständigkeit von Nutzerangaben;
  • Echtheit, Herkunft, Eigentum oder Verkehrsfähigkeit angebotener Schmuckstücke;
  • Zahlungsfähigkeit oder Vertragstreue anderer Nutzer;
  • Qualität, Zustand oder Mangelfreiheit von Schmuckstücken;
  • Übereinstimmung eines Schmuckstücks mit subjektiven Erwartungen des Käufers.

Dies gilt nicht, soweit VaultBase im Rahmen einer ausdrücklich gebuchten Zusatzdienstleistung eigene vertragliche Pflichten übernimmt.

15.3 Haftung für eigene Leistungen

VaultBase haftet für eigene Leistungen nach den zwingenden gesetzlichen Bestimmungen und nach Massgabe dieser AGB.

Für Schäden, die durch vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten von VaultBase verursacht wurden, haftet VaultBase unbeschränkt, soweit gesetzlich zwingend.

Für leichte Fahrlässigkeit haftet VaultBase nur für direkte Schäden und nur bis zur Höhe des Betrags, den der betroffene Nutzer für die konkret betroffene VaultBase-Leistung bezahlt hat, höchstens jedoch bis zum Betrag der für die konkrete Transaktion geschuldeten Provision und Servicegebühren.

Zwingende gesetzliche Haftung bleibt vorbehalten.

15.4 Ausschluss indirekter Schäden

Soweit gesetzlich zulässig, haftet VaultBase nicht für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, Reputationsschäden, Datenverlust, Nutzungsausfall, Wertschwankungen, Marktwertveränderungen oder Ansprüche Dritter.

15.5 Haftung bei Zusatzdienstleistungen

Bei Zusatzdienstleistungen haftet VaultBase nur für die sorgfältige Erbringung der konkret gebuchten Leistung im vereinbarten Umfang.

VaultBase haftet nicht für Risiken, die:

  • offengelegt wurden;
  • typischerweise mit der gebuchten Leistung verbunden sind;
  • auf nicht erkennbare Vorschäden zurückzuführen sind;
  • mit den vereinbarten Prüfmethoden nicht erkennbar waren;
  • durch falsche, unvollständige oder irreführende Angaben des Nutzers verursacht wurden.

Die Haftung für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten bleibt vorbehalten.

15.6 Höhere Gewalt

VaultBase haftet nicht für Schäden oder Verzögerungen infolge von Ereignissen ausserhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs, insbesondere Naturereignisse, Stromausfälle, Internetausfälle, Cyberangriffe, Krieg, Terror, Pandemien, Streiks, behördliche Massnahmen, Störungen bei Banken, Zahlungsdienstleistern, Versandunternehmen oder sonstigen Dritten.

16. Haftung der Nutzer und Freistellung

16.1 Haftung der Nutzer

Nutzer haften gegenüber VaultBase und anderen Nutzern für Schäden, Kosten und Ansprüche, die durch Verstösse gegen diese AGB, falsche Angaben, rechtswidrige Inhalte, rechtswidrige Schmuckstücke, Fälschungen, fehlende Verfügungsberechtigung, Umgehungsgeschäfte oder sonstige Pflichtverletzungen entstehen.

16.2 Freistellung

Der Nutzer stellt VaultBase, ihre Organe, Mitarbeitenden, Hilfspersonen und beauftragten Dritten von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus oder im Zusammenhang mit einer Pflichtverletzung des Nutzers entstehen.

Dies umfasst insbesondere Ansprüche wegen:

  • Fälschungen;
  • Markenrechtsverletzungen;
  • Urheberrechtsverletzungen;
  • Designrechtsverletzungen;
  • Persönlichkeitsrechtsverletzungen;
  • gestohlener oder belasteter Ware;
  • falscher Herkunfts-, Material- oder Zustandsangaben;
  • Geldwäscherei-, Sanktions- oder Betrugsverdacht;
  • Steuer-, Zoll- oder Abgabenverstössen;
  • Verletzung von Eigentums- oder Besitzrechten Dritter.

Die Freistellung umfasst auch angemessene Kosten der Rechtsverteidigung, Gutachterkosten, Gerichtskosten, Anwaltskosten, Administrationskosten und Vergleichszahlungen, soweit diese sachlich begründet sind.

17. Bewertungen, Datenbank und Dokumentation

17.1 Bewertungen

VaultBase kann Bewertungssysteme für Nutzer, Transaktionen oder Services bereitstellen.

Bewertungen müssen sachlich, wahrheitsgemäss und auf eigener Erfahrung beruhen.

VaultBase kann Bewertungen entfernen, kürzen oder ausblenden, wenn sie rechtswidrig, unsachlich, beleidigend, manipulativ, irreführend oder missbräuchlich sind.

17.2 VaultBase-Datenbank

Soweit ein Nutzer die Aufnahme eines Schmuckstücks in eine VaultBase-Datenbank beauftragt oder akzeptiert, darf VaultBase die dafür vorgesehenen Objektinformationen, Fotos, Seriennummern, Spezifikationen und Prüfergebnisse nach Massgabe der Datenschutzerklärung und der jeweiligen Servicebedingungen speichern und veröffentlichen.

Personenbezogene Daten werden nur im Rahmen der Datenschutzerklärung verarbeitet.

17.3 Beweissicherung

VaultBase darf transaktionsbezogene Unterlagen, Kommunikation, Fotos, Videos, Versandnachweise, Prüfnotizen, Gutachten und Systemprotokolle zur Vertragsabwicklung, Beweissicherung, Betrugsprävention, Rechtsdurchsetzung und Erfüllung gesetzlicher Pflichten aufbewahren.

Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

18. Gebühren, Provisionen und Steuern

18.1 Gebührenreglement

Gebühren, Provisionen, Servicekosten, Versandkosten, Lagerkosten, Administrationskosten und sonstige Kosten richten sich nach dem jeweils anwendbaren Gebührenreglement von VaultBase.

Das Gebührenreglement bildet integrierenden Bestandteil dieser AGB.

18.2 Abzug und Verrechnung

VaultBase ist berechtigt, geschuldete Gebühren, Provisionen, Servicekosten und sonstige Forderungen direkt von Auszahlungs-, Rückerstattungs- oder sonstigen Guthaben des Nutzers abzuziehen oder damit zu verrechnen, soweit gesetzlich zulässig.

18.3 Steuern und Abgaben

Jeder Nutzer ist selbst verantwortlich für die Erfüllung seiner steuerlichen, abgabenrechtlichen und buchhalterischen Pflichten.

VaultBase erteilt keine Steuerberatung.

19. Datenschutz

VaultBase bearbeitet personenbezogene Daten nach Massgabe der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung.

Die Datenschutzerklärung regelt insbesondere Zwecke, Kategorien bearbeiteter Daten, Empfänger, Zahlungs- und Prüfpartner, Aufbewahrung, Rechte der betroffenen Personen, internationale Datenübermittlungen und sicherheitsrelevante Bearbeitungen.

Die Datenschutzerklärung bildet integrierenden Bestandteil dieser AGB.

20. Kommunikation

VaultBase kann rechtlich relevante Mitteilungen per E-Mail, über das Nutzerkonto, über Plattformbenachrichtigungen oder in Textform zustellen.

Der Nutzer ist verpflichtet, seine Kontaktdaten aktuell zu halten und Mitteilungen von VaultBase regelmässig zur Kenntnis zu nehmen.

Mitteilungen gelten als zugestellt, sobald sie an die zuletzt vom Nutzer angegebene Adresse oder über das Nutzerkonto abrufbar versandt wurden, sofern keine zwingenden gesetzlichen Formvorschriften entgegenstehen.

21. Übertragung und Beizug Dritter

VaultBase darf Rechte und Pflichten aus dem Plattformverhältnis ganz oder teilweise auf verbundene Unternehmen, Rechtsnachfolger oder Erwerber des Geschäftsbetriebs übertragen, soweit berechtigte Interessen der Nutzer gewahrt bleiben.

VaultBase darf zur Erfüllung ihrer Leistungen Dritte beiziehen, insbesondere Zahlungsdienstleister, Banken, Versandunternehmen, Versicherer, Juweliere, Labore, IT-Dienstleister, Compliance-Dienstleister, Rechtsberater und Inkassodienstleister.

22. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, ungültig oder nicht durchsetzbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Die unwirksame, ungültige oder nicht durchsetzbare Bestimmung ist, soweit zulässig, durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung möglichst nahekommt.

Gleiches gilt für allfällige Vertragslücken.

23. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

23.1 Anwendbares Recht

Auf diese AGB, das Plattformverhältnis und alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit der Nutzung der Plattform ist materielles Schweizer Recht anwendbar.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf ist ausgeschlossen.

23.2 Gerichtsstand

Ausschliesslicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB, der Plattformnutzung und den Leistungen von VaultBase ist der Sitz der VaultBase AG in der Schweiz.

Vorbehalten bleiben zwingende gesetzliche Gerichtsstände, insbesondere zwingende Konsumentengerichtsstände.

23.3 Vorrang zwingenden Rechts

Zwingende gesetzliche Bestimmungen gehen diesen AGB vor.

Soweit einzelne Bestimmungen dieser AGB gegenüber bestimmten Nutzergruppen, insbesondere Konsumenten, nur eingeschränkt zulässig sind, gelten sie im maximal gesetzlich zulässigen Umfang.